CLIQ – eine elektromechanische Sicherheitslösung

Viele Haus- und Wohnungseigentümer kennen das Dilemma: Mechanische Schlösser sind kostengünstig, lassen sich praktisch überall einbauen, sind aber nur für einen begrenzten Einsatzbereich geeignet.

Jeder, der sich im Besitz eines passenden Schlüssels befindet, kann das zugehörige Schloss jederzeit öffnen. Wenn ein Schlüssel verloren geht oder in falsche Hände gelangt, muss das Schloss ausgewechselt werden. Im Gegensatz zu mechanischen Systemen können intelligente elektronische Anlagen den Zugang individuell und zeitabhängig regeln, Zutrittsprotokolle anlegen und Personen gezielt aussperren. Die elektronischen Kontrollen sind jedoch auf eine Stromversorgung und häufig auch auf eine Netzwerkwerkverbindung angewiesen. Betrieb und Wartung sind teuer und der nachträgliche Einbau relativ aufwändig.

CLIQ erweitert das klassische mechanische System aus Schließzylinder und Schlüssel um eine verschlüsselte elektronische Kennung. Das System funktioniert ohne Stromversorgung und lässt sich einfach installieren. „Überall, wo es ein Loch für den Schließzylinder gibt, können wir auch einen CLIQ-Zylinder einbauen,“ erklärt Michael Soderberg, der bei ASSA ABLOY die Abteilung für elektronische Zylinderplattformen und Technologie-Sharing leitet. „Bei diesem Ansatz kombinieren wir die mechanische Sicherheit mit elektronischen Kennungen. Die Lösung ist einmalig und in keinem anderen elektronischen Zylinder zu finden.“

Mechanischer Schutz, gepaart mit Intelligenz
Die CLIQ-Technologie profitiert von der Miniaturisierung und einer durchdachten Arbeitsteilung zwischen Zylinder und Schlüssel. Der CLIQ-Zylinder enthält neben den mechanischen Schließkomponenten eine elektromechanische Zuhaltung, die mit mehreren verschlüsselten elektronischen Kennungen kodiert ist, so dass der Eigentümer unterschiedliche Zutrittsregeln programmieren und die Verwendung des Schlüssels protokollieren kann. „Das Schloss öffnet sich nur, wenn sowohl die mechanische Kodierung als auch die elektronische Kennung passen,“ erläutert Soderberg.

Im Schlüssel befindet sich eine Batterie mit zweijähriger Lebensdauer. Sie speist einen Chip, auf dem die verschlüsselte elektronische Kennung und die Schließereignisse gespeichert werden. Mit speziellen Programmierschlüsseln lassen sich die Zugriffsregeln ändern und die im Schließzylinder gespeicherten Ereignisse auslesen. Die Batterie stellt die notwendige Betriebsspannung bereit, so dass keine gesonderte Stromversorgung über Kabel erforderlich ist – eine einfache und trotzdem raffinierte Lösung.

Die Kombination aus herkömmlicher Technik und modernster Technologie ermöglicht einen sehr hohen Grad an Flexibilität. Die Schließzylinder sind in einer Vielzahl unterschiedlichster Formfaktorenerhältlich und können überall dort eingebaut werden, wo auch ein herkömmlicher Zylinder passt. Selbst der Einbau in Vorhängeschlösser ist möglich. Der Schlüssel öffnet mechanische Schlösser genauso gut wie CLIQ-Schlösser, bietet jedoch weitere Vorteile: „Der CLIQ-Schlüssel ist durch ein umfassendes Sicherheitskonzept und einen anwendungsspezifischen Chip geschützt und kann praktisch nicht kopiert werden. Die Daten werden mit einem 3DES-Algorithmus geschützt und verschlüsselt übertragen,“ erklärt Soderberg.

Natürlich kann CLIQ nicht den gesamten Funktionsumfang elektronischer Zutrittssteuerungssysteme bieten. Für die Änderung der Zugangsregeln und das Auslesen des Ereignisspeichers muss sich ein Administrator direkt zu der Tür mit dem CLIQ-Zylinder begeben. Eine Echtzeitüberwachung ist also nicht möglich. Andererseits sind elektronische Zugangskontrollen auch deutlich teurer in der Anschaffung und Wartung und nicht immer einfach zu installieren.

CLIQ-Schlösser sind eine attraktive Alternative, wenn kostengünstige Zugangslösungen realisiert werden müssen oder sich der Einsatz einer rein elektronischen Anlage aus anderen Gründen verbietet. Da verlorene Schlüssel einfach aus dem System ausprogrammiert werden, ist die Anlage auf längere Sicht kostengünstiger als eine rein mechanische Schließanlage, die bei Verlust eines einzigen Schlüssels komplett ausgetauscht werden muss, so dass mittelfristig hohe Betriebs- und Wartungskosten auflaufen. Zudem bieten mechanische Schlösser nicht die flexiblen Zutrittssteuerungsoptionen des CLIQ-Systems.

Intelligent, unkompliziert – und erfolgreich
CLIQ-Schlösser zeichnen sich durch eine einzigartige Kombination aus intelligenten Funktionen und einen hohen Grad an Flexibilität aus. Daher kann es nicht überraschen, dass sich die neue Technologie schnell am Markt durchgesetzt hat. „CLIQ wird bereits in über 35 Ländern verkauft,“ erläutert Michael Soderberg von ASSA ABLOY. „Die Nachfrage ist ungebrochen und steigt weiter. Unser Umsatz wächst jedes Jahr um 45 bis 50 Prozent.“

Die aktuelle CLIQ-Version wird nicht der Schlusspunkt bei der Integration mechanischer und elektronischer Sicherheitsfunktionen sein. Für Soderberg ist klar: „Die CLIQ-Technologie befindet sich noch im Anfangsstadium … Wir haben mit der Entwicklung gerade erst begonnen und werden unseren Kunden auch künftig interessante Weiterentwicklungen bieten können.“

* Pflichtfeld


Comment

You must be logged in to post a comment.